James Bond Autos
In der Film- bzw. Romangeschichte gab es keine Story, in der der Hauptdarsteller so viele verschiedene Autos fahren und auch zerstören durfte, wie James Bond, der Geheimagent 007. Insgesamt 85 verschiedene James Bond Autos kamen in den Romanen und Filmen des englischen Schriftstellers Ian Flemings (geb. 28.05.1908, London; gest. 12.08.1964, Canterbury) zum Einsatz, die vom Geheimagenten als Fortbewegungs-, als Kampf- und Verteidigungsmittel genutzt wurden.
Stets attraktiv, rasant und eine Geheimwaffe
Im 1962 verfilmten Roman „James Bond Jagt Dr. No“ steuerte der Geheimagent 007 den offenen blauen Alpine Series II (Bauzeit 1960 - 1963) Sportwagen, der das erste der James Bonds Autos war.
Im Film „Liebesgrüße aus Moskau“ (verfilmt 1963), wo James Bond auf der Jagd der Dechiffriermaschine ist, nehmen James Bond und seine Begleitung auf dem Bentley Mark IV eine Mahlzeit ein, oder er telefoniert während der rasanten Fahrt mit dem Autotelefon. Während der Verfolgungsjagd flieht er aus dem Zug und nutzt einen Buick, den er wiederum verlässt, weil man ihm mit dem Phantom-Helikopter auf der Spur ist.
Die Auswahl der James Bonds Dienstwagen wurde im Filmstreifen „Goldfinger“ (verfilmt 1964) mit dem legendären Aston Martin DB5, dem wohl bekanntesten der James Bond Autos, das mit rotierenden Nummernschildern, Raketen u. a. Extras ausgestattet war, fortgesetzt. Der Aston Martin DB5 begleitete den Geheimagenten 007 über mehrere Filme, wie z. B. auch in den Filmen „Feuerball“ (verfilmt 1965), „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969) oder „GoldenEye“ (1995), hinweg als Dienstwagen. Auch andere Modelle des britischen Sportwagenherstellers Aston Martin dienten in verschiedenen Filmen als eines der James Bond Autos. Zum Beispiel half im Film „Der Hauch des Todes“ (1987) der winterfeste Aston Martin V8 Vantage, der mit Spikes, Skier, Raketen und Lasern ausgestattet war, dem Geheimagenten, dass er vor dem KGB flüchten konnte. Oder im Film „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) fährt 007 den Aston Martin V12 Vanquish als Dienstwagen – dieses James Bond Auto ist in der Lage, die Farbe der Umgebung anzunehmen, und ist bewaffnet mit Maschinengewehr und Granaten und besitzt zudem einen Schleudersitz für den Beifahrer.
Die Wahl der (Auto-) Qual
Die Fuhrpark und die Ausstattung der James Bond Autos ist riesengroß und sehr vielfältig. Angefangen von Fahrzeugen vom Toyota 2000 GT („Man lebt nur zweimal“ - 1967), der mit einen Sony-Onboardfernseher ausgestattet war, über eine Mercury Cougar, den AMC Hornet, den Ford Mustang („Diamantenfieber“ – 1971) oder den Ford Mondeo („Casino Royal“ – 2006), den Lotus Esprit „Wet Nelly“ („Der Spion, der mich liebte“ – 1977, „In tödlicher Mission“ – 1981) oder die „Ente“ Citroën 2CV. Zu den James Bonds Autos gehörten aber auch Fahrzeuge der renommierten Autohersteller, wie Alfa Romeo (Alfa Romeo GTV6 in „Octopussy“ – 1983), Renault (Renault 5 Turbo in „Sag niemals nie“ - 1983, Renault R11 in „Im Angesicht des Todes“ – 1985), Peugeot, Rolls-Royce Silver Cloud, Chevrolet Corvette, Volvo, Alfa Romeo oder Kenworth W500B. Aber auch deutsche Fahrzeughersteller konnten den Fuhrpark der James Bond Autos bereichern. Mercedes-Benz stellte im Film „Octopussy“ dem Geheimagenten einen Mercedes-Benz 250 SE (W 108) zur Verfügung, in dem er dann ins Wasser geschleudert wurde. Im Filmstreifen „Der Hauch des Todes“ (1987) kommt der Audi 200 Quattro und der Audi 100 Avant Quattro zum Einsatz. Im Film „GoldenEye“ (1995) sowie in den Filmen „Der Morgen stirbt nie“ (1997) und „Die Welt ist nicht genug“ (1999) nutzt James Bond Autos vom Hersteller BMW, wie z. B. den BMW Z3, den BMW 750i (mit Panzerglas und Fernsteuerung) oder den BMW Z8, der leider in der Mitte mit Hilfe eines großen Sägeblattes durchtrennt wurde.